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Vereinswappen der TSG Balingen   TSG BALINGEN 1
     
  FC RW KOBLENZ 0
Halbzeitstand 0:0
 
Fr., 18.11.2022 - 19:00 Uhr
Tore:
1:0 Akkaya (54.)  
   
   
   
   
   
   
   
Au-Stadion, Balingen
702 Zuschauer
Regionalliga Südwest (DE IV)
17. Spieltag 22/23
 
 
 
Ticket: 8 Euro - Tageskasse - Stehplatz
Stadionheft: kostenlos
Verpflegung: 8,00 Euro - 1x Feuerwurst, 1x Rindswurst / 4,00 Euro - Bier 0,5l (Lehner)
 
 
 
 
 
 

Vor zwei Wochen zog es mich für drei Spiele in den Norden der Republik. Nun sollte es in den Südwesten und somit in eine ganz andere Ecke gehen. Anschließend an eine Dienstreise nach Frankfurt, legte ich also noch ein paar Kilometer aufs Tacho und steuerte am Freitagabend meinen ersten Stopp an. Der Spielplan meinte es gut mit mir und verteilte drei der mir noch fehlende Grounds der Regionalliga Südwest über das Wochenende. Den Start machte die südlich von Stuttgart im Zollernalbkreis gelegene 35.000-Einwohner-Stadt Balingen. Die Fahrt verlief unspektakulär und wurde nur durch eine kleine Umkleide-Pause unterbrochen. Die Temperaturanzeige meines Autos bewegte sich nämlich eindeutig Richtung 0, sodass ein Wechsel vom Business-Outfit auf den winterlichen Zwiebel-Look angebracht schien. In Balingen angekommen waren es noch knapp 90 Minuten bis zum Anpfiff und nur noch fünf Grad über dem Gefrierpunkt. Als einer der ersten Besucher steuerte ich das Kassenhäuschen des bereits hell erleuchteten Au-Stadions an und wählte dann den direkten Weg zum Verpflegungsstand. Anders als im Norden erwarteten mich hier auserwählte Wurstwaren, die mich schon im Anflug sabbern ließen. Im Schatten der hübsch mit Holz verkleideten Haupttribüne erfreute ich mich an der Feuerwurst und dem regionalen Fassbier.

Die Spielstätte der TSG Balingen ist in ihrer heutigen Form erst acht Jahre alt. In Folge eines Hochwassers wurde der Umbau des alten Au-Stadions dringend notwendig und 2014 fertiggestellt. Auf der hochgebockten Haupttribüne finden 600 Zuschauer und etliche VIPS überdachte Plätze. Der Pöbel verteilt sich indes hinter einem Zaun rund um die Tartanbahn. Seit dem Sommer 2018 kickt die TSG viertklassig und ist somit der höchstklassige Fußballverein in der Region Neckar-Alb. Und nicht nur das. Mit zuletzt vier Siegen am Stück ohne Gegentreffer ist man wohl eines der heißesten Teams des deutschen Fußballs. Da sollte dem erfolgreichen Hinrunden-Abschluss gegen den Tabellenletzten Rot-Weiß Koblenz wenig im Wege stehen. Als einzige Ausrede konnten den Hausherren ihre schweren Beine dienen. Immerhin spielte man unter der Woche noch in einer Nachholpartie in Hoffenheim. Die ursprüngliche Ansetzung fiel vor einigen Wochen dem Nebel im Dietmar-Hopp-Stadion zum Opfer. Trotzdem firmierte die anstehende Begegnung natürlich weiterhin als „Spitzenteam gegen Schlusslicht“.

Zumindest bei den kleinen Spielformen im Rahmen der Erwärmung ließen die Gäste durchaus Qualität durchblicken. Da fand selbst unter Druck jeder Ball sein Ziel. Natürlich sah das wenig später unter Wettkampfbedingungen bereits anders aus. Einen Klassenunterschied konnte man jedoch nicht erkennen. Die Gäste spielten gut mit und kamen dem Balinger Kasten oft so nahe, dass der mitgereiste Rot-Weiß-Anhänger hier und da einige unterstützende Schlachtrufe gen Rasen schickte. Höhepunkte der ersten Halbzeit waren die aufeinanderfolgenden Pfostentreffer rund um Minute 30. Zuerst hatte Koblenz per Distanzschuss den Außenpfosten getroffen, ehe im Gegenzug ein abgefälschter Schuss der Gastgeber am Aluminium landete. Mit dem 0:0 zur Pause durfte wohl lediglich der Gast zufrieden gewesen sein. Während meines zweiten Aufenthalts am Wurststand ertönte dann der entscheidende Pfiff des Referees. Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff erzielte Balingens Akkaya das erlösende, entscheidende und einzige Tor des Abends per Foulelfmeter. So kam TSG-Trainer und Geburtstagskind Braun zu seinem Geschenk und konnte neben dem Sieg auch auf den dritten Tabellenplatz anstoßen.