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  MSV DUISBURG 2
     
Logo des Hallescher FC   HALLESCHER FC 3
Halbzeitstand 2:1
 
Di., 23.01.2024 - 19:00 Uhr
Tore:
1:0 Engin (15.)  
  1:1 Gayret (27.)
2:1 Engin (32.)  
  2:2 Baumann (76.)
  2:3 Nietfeld (88.)
   
   
   
Schauinsland-Reisen-Arena, Duisburg
8.809 Zuschauer
3. Liga (DE III)
22. Spieltag 23/24
 
 
Ticket: 22 Euro - E-Ticket - Sitzplatz Gegengerade
Verpflegung: 3,50 Euro - Krakauer
 
 
 
 
 
 

Mit einer desaströsen 1:4-Niederlage beim ebenfalls vom Abstieg bedrohten TSV 1860 München meldete sich der MSV am Wochenende aus der Winterpause zurück. Ein weiterer Nackenschlag und ein weiterer Tiefpunkt in der bisher katastrophalen Saison des Spielvereins. Der Trainerwechsel zu Boris Schommers im vergangenen Herbst und auch die Installation von Ex-MSV-Kicker und Hertha-Legende Michael Preetz als Geschäftsführer im Winter brachten noch nicht die gewünschte Trendwende. Mit dem Halleschen FC kam es nun unter der Woche zu einem weiteren Duell mit einem Abstiegskandidaten. Vor heimischer Kulisse mussten die Meidericher endlich wieder Punkten, wollte man den Anschluss ans rettende Ufer nicht verlieren. Wollte man an diesem Dienstagabend indes zum Publikum gehören, waren die Umstände auch schon mal verlockender. Über Duisburg lag eine hartnäckige Regenwolke, diverse Autobahnsperrungen erschwerten die Anreise und mit den Chemikern aus Halle reiste ein Gegner an Rhein und Ruhr, der das Interesse vor Ort nicht unbedingt überschäumen lässt. Mich reizte die Partie trotzdem und so tat ich es den gut 8.000 anderen Zuschauenden gleich und fand mich im Wedaustadion ein.

Die Stimmung vor Ort war alles andere als freundlich. Während die jeweiligen Vereinslieder und –Hymnen noch inbrünstig mitgesungen wurden, kippte die Stimmung beim Verlesen der Mannschaftsaufstellung. Die Namen einiger Spieler wurden mit Pfiffen quittiert und auch Trainer Schommers erhielt alles andere als freundliche Reaktionen. Mit Applaus wurde indes die Rückkehr von Publikumsliebling und Hoffnungsträger Ahmet Engin bedacht. Der Stürmer versuchte sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren in der Türkei und in Griechenland ehe er in der Winterpause zurück zu seinem Jugendclub kam, um diesen bestenfalls vor dem drohenden Abstieg zu bewahren. Dieser Plan ging in der ersten Halbzeit bestens auf. Zwei grandiose und wirklich stark herausgespielte Vorarbeiten von Kölle und Pledl machten Engin nach gut 30 Spielminuten zum eiskalten Doppeltorschützen (15. und 32.). Da Halle zwischenzeitlich durch einen Kopfball im Anschluss an einem Freistoß zum Ausgleich kam (27.), ging es mit einer knappen, aber absolut verdient 2:1-Führung für die Zebras in die Pause. Auf den Rängen konnte man bis dato motivierte MSV-Fans beobachten und auch die Saalefront machte nach dem leicht verspäteten Eintreffen etwas Rabatz. Da man lediglich mit einer Busladung anreiste, konnte man sich jedoch selten Gehör verschaffen.

Bisher war das Spiel durchaus unterhaltsam und auch der zweite Durchgang sollte dem Publikum einige Höhepunkte bieten. Nachdem die etwas deplatzierte „Kiss-Cam“ in der Pause für Unterhaltung sorgen sollte, schrieb nun wieder der MSV am Drehbuch der Begegnung. 15 Minuten waren seit dem Wiederanpfiff gespielt, als Bitter völlig übermotiviert und unnötig einen Angriff der Gäste mit einer Grätsche von hinten beendete. Jedes Kind weiß: Das gibt rot! Nur noch zu zehnt stellte der MSV die eigenen Bemühungen bis auf einige Konter weitestgehend ein und konnte die Führung immerhin weitere 15 Minuten verteidigen. Halles Ausgleich zeichnete sich jedoch lange ab und war in der 76. Minute bittere MSV-Realität. Um mich herum schimpften die Fans nun wieder lauter auf Trainer Schommers und machten ihrem Unmut Luft. Schommers Schuld an Bitters Aussetzer wage ich jedoch stark zu bezweifeln. Zwei Minuten vor Spielende kam es wie es kommen musste und der HFC erzielte den Siegtreffer. Duisburgs Abschied aus dem bezahlten Fußball rückt damit immer näher.