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< 999            SPIEL 1.000            1.001 >

logo_vfb_stuttgart   VFB STUTTGART II 4
     
logo_mainz   FSV MAINZ 05 II 1
Halbzeitstand 2:1
 
So., 20.11.2022 - 14:00 Uhr
Tore:
1:0 Kudala (17.)  
  1:1 Crljenec (28.)
2:1 Ganaus (36.)  
3:1 Ganaus (48.)  
4:1 Hoppe (89.)  
   
   
   
Robert-Schlienz-Stadion, Stuttgart
150 Zuschauer
Regionalliga Südwest (DE IV)
17. Spieltag 22/23
 
 
Ticket: 5 Euro - Tageskasse - Stehplatz
Verpflegung: 5,00 Euro – Currywurst / 4,50 Euro - Bier 0,5l (Stuttgarter Hofbräu)
 
 
 
 
 
 

Am 13.03.1998 besuchte mit der Partie zwischen Hertha BSC und dem FC Schalke mein erstes Fußballspiel. Ganz klassisch also und wie von Deutschlands bester Fußball-Band Abschlach! wunderbar beschrieben „bei Papa an der Hand“ startete meine Leidenschaft als Fan und Stadiongänger. Zu diesem Zeitpunkt war ich acht Jahre alt und kickte bereits voller Eifer selbst im Verein. Bis zum Beginn meines Studiums im Frühjahr 2010 sollte der aktive Part meiner Leidenschaft überwiegen, auch wenn bis dato bereits einige Spiele mit dem S04 verbucht werden konnten. 23 Jahre nach meinem ersten Stadionbesuch stand ich an einem kalten Sonntagnachmittag im Schatten des Stuttgarter Neckarstadions am Spielfeldrand und sollte meinem 1.000 Fußball-Spiel beiwohnen. Natürlich hätte es würdigere Orte als das Amateurstadion des VfB für diesen Anlass gegeben. Auch das Duell der beiden Zweitvertretungen aus Stuttgart und Mainz ist alles andere als sexy. Der Meilenstein erfreute mich natürlich trotzdem und so war ich gespannt was die Partie zu bieten hatte. Gleichzeitig bildete sie den Abschluss eines Wochenendausflugs nach Baden-Württemberg mit Spielen in Balingen, Ulm und eben Stuttgart. Da mir ein freier Abend nicht in die Tüte kommen sollte, ging es am Samstag nach dem Spiel in Ulm zudem noch in die Schweiz zum Eishockey.

Die Hockey-Partie in Kloten hatte es nicht nur sportlich in sich, sie bescherte mir auch eine lange Fahrt durch die Nacht zurück in die Münsterdtadt. Hier landete ich erst nach Mitternacht und freute mich auf etwas Erholung, ehe es mich Sonntagmittag nach Stuttgart zog. Unweit der Heimspielstätte der Profis befindet sich das Trainings- und Nachwuchszentrum sowie die Geschäftsstelle des VfB Stuttgart. Auf dem Gelände dient das Robert-Schlienz-Stadion als Heimspielstätte der Regionalliga-Reserve. Bis auf einige Stehstufen, die den Platz einrahmen, gibt der Ground wenig her. Lediglich die freie Sicht auf die Untertürkheimer Kurve des Bundesliga-Stadions weiß zu gefallen. Und das Essen natürlich. Statt der üblichen „Roten“ hatte man Currywurst im Angebot. Diese kam jedoch nicht in üblicher Form und Größe daher. Stattdessen löffelte die Imbiss-Bedienung ein sattes Dutzend Tischtennisballgroßer Wurstbällchen in die Pappe. Erstmals hatte ich ernsthafte Schwierigkeiten einen Stadion-„Snack“ gänzlich zu verzehren. Mit einem halben Liter Bier konnte ich die üppige Mahlzeit runterspülen und ohne Verdauungsprobleme den Fokus auf mein Jubiläumsspiel richten.

Während der ersten Minuten der Begegnung kam ich mit meinem Nachbarn ins Gespräch. Dieser war nicht nur aktiver Fan des VfB, sondern zugleich überraschend sympathisch. Während wir quatschten, kamen sowohl der VfB (17.), als auch die Mainzer (28.) zum Torerfolg. Beide Tore glichen sich und resultierten aus gekonnt verwerteten Abprallern. Ein verwandelter Foulelfmeter von Noah Ganaus brachte den Gastgebern noch vor der Pause die erneute und verdiente Führung (36.). Immer wieder wanderte mein Blick während des ersten Durchgangs hinter mich. Mit Olaf Marschall, nun Chefscout des FCK, hatte sich doch tatsächlich eine absolute Legende zu meiner Feier eingefunden. Mein temporärer Kumpel konnte weder mit dessen Namen noch mit den kultigen Nasenpflastern etwas anfangen und offenbarte die Ahnungslosigkeit der heutigen Jugend. Apropos Jugend, mit zwei mustergültig vorgetragenen Angriffen erzielten der von Frank Fahrenhorst trainierte VfB-Nachwuchs zwei weitere Treffer und tütete einen ungefährdeten Sieg ein. Für mich gilt es nun abzuwarten, ob, wann und wo ich mein 2000. Spiel abhaken kann. Immer weiter!