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Spvg Wesseling-Urfeld Logo.png   WESSELING-URF. 0
     
1. FC Dueren.svg   1. FC DÜREN 6
Halbzeitstand 0:1
 
So., 06.03.2022 - 15:00 Uhr
Tore:
  0:1 Greven (8.)
  0:2 Wipperfürth (48.)
  0:3 Brasnic (50.)
  0:4 Antoski (64.)
  0:5 Bors (84.)
  0:6 Bors (89.)
   
   
Ulrike-Meyfarth-Stadion, Wesseling
130 Zuschauer
Oberliga Mittelrhein (DE V)
20. Spieltag 21/22
 
Ticket: 5 Euro (ohne Ticket) - Tageskasse - Stehplatz
 
 
 
 
 
 

Die „Nebenplätze“ waren schon oft Thema in meinen Spielberichten und sind sowieso ein Reizthema für jeden Hopper. Hat man etwas Erfahrung in seiner Region, kennt man die Vereine, die häufiger ihre vermeintliche Ausweichspielstätte bespielen als ihren Hauptplatz. Der „heilige Rasen“ ist dann nur bespielbar wenn es a) in den letzten 4 Wochen nicht geregnet hat und b) im gleichen Zeitraum nicht zu heiß war. So läuft es auch beim Tabellenschlusslicht der Mittelrheinliga, der Spielvereinigung Wesseling-Urfeld. Glücklicherweise wiesen alle mir verfügbaren Quellen für das Spiel gegen den Ligaprimus 1. FC Düren das schmucke Ulrike-Meyfarth-Stadion als Spielstätte aus. Somit stand meiner Nummer 14 von 18 in der Mittelrheinstaffel nichts mehr im Wege. Die verbleibenden Ziele in Stolberg nahe Aachen (2x), Siegburg und Bonn sind dann mit erhöhtem fahrerischen Aufwand verbunden und warten nach dem Urlaub auf mich.

Die Fahrtzeit ins im Süden von Köln gelegene Wesseling touchierte die 60-Minuten-Marke, hielt sich somit also in Grenzen. Mein Auto parkte ich direkt neben der angesprochenen Ausweichspielstätte auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Stadions. So ganz verkehrt ist diese gar nicht und konnte mit einem für einen Kunstrasenplatz ungewöhnlich stattlichen Ausbau aufwarten. Heute stand jedoch zum Glück das Stadion auf dem Plan, welches nach der in Wesseling aufgewachsenen zweifachen Hochsprung-Olympiasiegerin Ulrike Meyfarth benannt wurde. Um Titel sollte es an diesem schönen Sonntag jedoch nur für die Gäste aus Düren gehen. Gemeinsam mit dem FC Hennef und dem SV Bergisch Gladbach kämpfen die Dürener um den Aufstieg in die Regionalliga. Die Hausherren rangieren indes mit lediglich neun Punkten aus 19 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. Unter der Woche verlor man gegen den VfL Alfter gar mit 0:8, sodass mich gegen den DFB-Pokalteilnehmer von 2020 (0:3 in der 1. Runde gegen den FC Bayern) auch die Aussicht auf ein Schützenfest reizte. Berechtigterweise optimistisch enterte auch die aktive Fanszene aus Düren das Stadion. Gut 20 Anhänger versammelten sich auf der Gegengerade hinter zwei Zaunfahnen und widmeten sich dem Biergenuss und dem Support. Kurios: Der Stadionsprecher bat die Truppe auf ihre Trommel zu verzichten, da deren Einsatz von der Stadt Wesseling verboten wurde. Die Gäste zeigten Einsicht und beschränkten sich anschließend auf ihre „Stimmgewalt“.

Nachdem der Ex-Köln-Profi und 22-malige polnische Nationalspieler Adam Matuschyk sich mit einigen glücklichen Landsleuten fotografierte, ging es für ihn und den FC Düren auf Torejagd. Matuschyk verteilte dabei die Bälle von der Sechs in die Spitze und sah eine Offensivabteilung, die sich schwerer tat als gedacht. In den ersten 45 Minuten reichte es, zur Verwunderung aller Beteiligten, lediglich für einen müden Treffer der Gäste. Greven verwertete einen Abpraller aus der zweiten Reihe nach acht Minuten zum standesgemäßen Führungstreffer für den FC Düren. Die mitgereisten Fans zeigten gar ihren Unmut, als Wesseling kurz vor der Pause nur knapp den Ausgleich verpasste. Nichtsdestotrotz hatte der Favorit das Spiel vollkommen in der Hand und der Torwart hütete eher symbolisch den Kasten. Im zweiten Durchgang passten die Gäste das Ergebnis der Erwartungshaltung an und schenkten den aufopferungsvoll kämpfenden Gästen recht mühelos fünf weitere Buden ein. Das 0:6 war deutlich und ließ trotzdem Platz für Kritik an der Leistung des Klassenprimus. Unter der Woche tritt dieser zum Stadtderby in Arnoldsweiler an.