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  1. FC DÜREN 1
       
logo_wegberg   WEGBERG-BEECK 1
Halbzeitstand 0:0
 
Sa., 08.06.2019 - 16:00 Uhr
Tore:
1:0 Dreyer (50.)  
  1:1 Hasani (55.)
   
   
   
   
   
   
Westkampfbahn, Düren
320 Zuschauer
Oberliga Mittelrhein (DE V)
29. Spieltag 18/19
 
 
 
Ticket: 5 Euro - Tageskasse - Stehplatz
Stadionheft: kostenlos
Verpflegung: 2,50 Euro - Krakauer
 
 
 
 
 
 

Man ist geneigt zu denken, dass mit dem Ende der Profi-Ligen der höherklassige Fußball in Deutschland in entspannter Einigkeit in der Sommerpause weilt. Hier und da gab es noch einige Regional- oder Oberligapartien und als Bonbon in vielen Klassen die entscheidenden Relegationsspiele. In der Mittelrheinliga stand am Pfingstwochenende jedoch noch der Vorletzte Spieltag der regulären Saison an. Als vorgezogenes Highlight diente am Samstag das Duell zwischen dem 1. FC Düren und dem Tabellenzweiten Wegberg-Beeck. Die Gäste konnten sich mit einem Sieg in der altehrwürdigen Westkampfbahn die Chancen auf den Aufstieg in die Regionalliga bewahren. Am 30. und somit letzten Spieltag hatte man indes spielfrei und konnte nicht mehr aktiv im Titelkampf mit dem SV Bergisch-Gladbach eingreifen. Ehrlich gesagt war mir bei der Auswahl der Partie die sportliche Situation relativ gleich. Mich lockte in erster Linie der heutige Ground, die über 100 Jahre alte Westkampfbahn in Düren. Heimatverein in diesem alten Schätzchen mit Holztribüne und Naturwall ist der Fusionsverein 1. FC Düren. Dieser schloss sich vor weniger als zwei Jahren aus den beiden Landesligisten GFC Düren und Düren-Niederau zusammen und verfolgt seither recht ehrgeizige Ziele.

Die Geschichten dieser im Amateurbereich oftmals durchaus sinnvollen Zusammenschlüsse haben es manchmal in sich. So auch die des 1. FC Düren. So wählte dieser in Anlehnung an die Boca Juniors (sic!) blau und gelb als Vereinsfarben. Durchaus ambitioniert möchte man demnächst in der Regionalliga mitmischen und seine Jugendteams in der Bundesliga etablieren. Es war also an der Zeit, sich dieses interessante Projekt aus der Nähe zu betrachten. Ich erreichte das Gelände, als der Parkplatz am Stadion schon recht gut gefüllt war. Im Stadion selbst genossen die ersten Schaulustigen vor dem Anpfiff die recht rare Sonne an diesem doch recht wechselhaften Samstag. Ich erfreute mich an dem attraktiven Bildmaterial, das sich mir bot und das in dieser Spielklasse leider so selten ist (Hallo, Nebenplätze!). Mit Erstaunen stellte ich zudem fest, dass sich auf der Gegengerade ein recht stattlicher Haufen saufender und singender Anhänger der Heimelf versammelte. Der FC Wegberg, der hier immerhin weiterhin eine Chance auf den Aufstieg hatte, konnte keine aktiven Anhänger mobilisieren. Ich wählte meinen Standort für die Anfangsphase mit bedacht, da ich am Himmel dunkele Wolken erblickte. Es dauerte nicht lange und kurz nach Anpfiff der Partie war ich nicht mehr der einzige unter dem Blätterdach eines Baumes neben der Haupttribüne. Es regnete für einige Minuten wie aus Gießkannen.

Dem Spiel tat der Schauer nur für seine Dauer Abbruch. Völlig durchnässt legten die Kicker beider Mannschaften eine gute Leistung an den Tag. In der ersten Hälfte standen zwei Akteure jedoch klar im Mittelpunkt. Auf Seiten der Gäste war dies Top-Torschütze Hasani. Sein Widersacher am heutigen Tag hieß Kevin Jackmuth und trug das Torwarttrikot des 1. FC. Zwei unglaubliche Reflexe des Schlussmanns gegen Hasani hielten sein Team in der ersten Halbzeit am Leben. Die Sprechchöre der Fans, nachdem der Schnapper einen platzierten Freistoß famos fischte (28.) waren somit mehr als verdient. Der FC Wegberg schien ein wenig zu verzweifeln und gab mit fortlaufender Spielzeit immer mehr Spielanteile an den Außenseiter ab. Als ob das nicht genüge, schenkte man den in weiß spielenden Hausherren fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff das 1:0. Ein verhängnisvolles Missverständnis in der Hintermannschaft des Titelaspiranten sorgte für den überraschenden Rückstand. Weitere fünf Minuten war es Hasani, der den Ball im dritten Anlauf kompromisslos unter die Latte drosch und den Ausgleich besorgte. Aus mir nicht bekannten Gründen stellten die Gäste aus dem Heinsberger Land ihre Bemühungen in der Folge ein und fanden nur noch durch zwei rote Karten (Notbremse und Schiedsrichterbeleidigung) den Weg in den Spielberichtsbogen. Die Dürener Anhänger besangen Wegberg mit spöttischen Liedern und am Ende waren es wohl die dank des Remis aufgestiegen Gladbacher, die sich über das Ergebnis am meisten freuten.