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logo_saarbrcken   1. FC SAARBRÜCKEN 1
     
  VFL OSNABRÜCK 2
Halbzeitstand 1:0
 
Sa., 04.03.2023 - 14:00 Uhr
Tore:
1:0 Günther-Schmidt (45.)  
  1:1 Simakala (65.)
  1:2 Engelhardt (67.)
   
   
   
   
   
Ludwigsparkstadion (neu), Saarbrücken
9.264 Zuschauer
3. Liga (DE III)
25. Spieltag 22/23
 
 
Ticket: 25 Euro - Tageskasse - Sitzplatz Gegengerade
Verpflegung: 8 Euro - 2x Rindswurst / 7 Euro - 2x Bier 0,4l (Karlsberg)
 
 
 
 
 
 

Etwas überraschend hatte ich über die Ticketanfrage beim S04 keine Karte fürs Gastspiel der Knappen in Bochum ergattert. Wirkliche Motivation andere Quellen anzuzapfen und gegebenenfalls als Bittsteller aufzutreten hatte ich auch nicht, sodass ich mir am ersten Samstag im noch jungen März ein Alternativprogramm zusammenstellen durfte. Immerhin meinten es die entsprechenden Terminierungen gut mit mir, sodass ich recht unkompliziert zwei Spiele miteinander verknüpfen konnte und somit einen der mittlerweile doch recht seltenen Doppler aufs Parkett legte. Den Anfang sollte ein Trip ins Saarland machen. Warum dieses kleine Fleckchen Erde im Osten Frankreichs als eigenes Bundesland firmiert ist mir weiterhin ein Rätsel und doch freute ich mich auf meinen Besuch in der entsprechenden Landeshauptstadt. Hier kickt der 1. FC Saarbrücken seit dem Spätsommer 2020 im neu gebauten Ludwigsparkstadion. Während ich mir bei vielen Um-, Aus- und Neubauprojekten nicht immer sicher bin, ob ich diese als neuen Ground ansehe und aufführe, ist die Lage in Saarbrücken recht eindeutig. So wurde der Neubau an Ort und Stelle des altehrwürdigen Stadions realisiert und bescherte dem FCS einige Jahre im Exil in Völklingen.

Ich traf nach etwas mehr als drei Stunden Fahrt durch das noch immer eher winterliche als frühlingshafte Deutschland in Saarbrücken ein und wurde zugleich mit einer massiven Polizeipräsenz konfrontiert. Nun besuche ich nicht so regelmäßig Spiele der 3. Liga und war durchaus verwundert was hier für ein Gastspiel des VfL Osnabrück aufgefahren wurde. Im Umfeld des Stadions liefen mir jedenfalls mehr Cops als Fans über den Weg und ein Polizeihubschrauber verschaffte sich einen Überblick aus der Vogelperspektive. Mit dem FCS und Osna waren zwei durchaus respektable Fangruppen beteiligt, die jedoch weder zu den gefährlichsten noch zu den größten der Republik zählen. Lediglich die sportliche Brisanz der Partie war außergewöhnlich. So kann man beide Teams zurecht als Verfolger und Anwärter auf die Aufstiegsränge bezeichnen. Nachdem ich mich von meinem Parkplatz in der Innenstadt zum Stadion durchgekämpft hatte, war es an der Zeit für eine Bestandsaufnahme. Die Rote war lang und dünn, aber lecker und das Bier ebenfalls schmackhaft. Mein Platz im Unterrang der Gegengerade garantierte mir zudem einen guten Blick auf die Kurven und das Geschehen auf dem Rasen. Die Hütte an sich schmiegte sich stimmig an die Landschaft an und ist ein durchaus würdiger Ersatz für das alte Ludwigsparkstadion.

Links von mir füllte sich die Virage Est trotz der Durststrecke des FCS vor heimischem Publikum sehr ordentlich. Auch der Gästeblock war trotz nicht zu unterschätzender Anreise prall gefüllt mit Lila-Weißen. Der Anhang der Gäste startete zudem mit einer schicken Choreo, die den Aufwand und die Leidenschaft der Fans huldigte, in die Partie. Die eigene Mannschaft konnte das Kurvenbild nicht beflügeln und die erste Hälfte gehörte klar den Hausherren. Immerhin hielt sich der VfL 45 Minuten schadlos, ehe Günther-Schmidt den Bann brach und in der Nachspielzeit der 1. Hälfte zum 1:0 einköpfte. Der FCS blieb auch im weiteren Verlauf des Spiels haushoch überlegen und traf unter anderem drei Mal das Aluminium. Chancen über Chancen blieben liegen, während die Gäste mit einem Doppelschlag eiskalt zuschlugen und gar in Führung gehen konnten (65. + 67.). Der Torjubel der VfL-Fans war entsprechend heftig und beförderte einige Fans bis an die Bande. Wie man dieses Spiel schlussendlich gewinnen konnte, wird jedoch kein Osnabrücker ernsthaft beantworten können.